|
Holloways Buch ist ein gelungener Einstieg in und ein Essay über
marxistische Wissenschaft, ihre Chancen und ihren neuerlichen Beginn:
Lang andauernde Aufstände in Chiapas, Hungerkatastrophen und
Aidsepidemien in Afrika, wütende Proteste in Seattle und Genua - an
Ereignissen wie diesen spitzt sich die Frage nach Macht und Ohnmacht
zu. John Holloway spannt in seinem Buch ein widersprüchliches Feld von
Macht und Gegenmacht, von Herrschaft und Widerstand auf. Dabei gehört
er dank seiner profunden Kenntnis Adornos, Horkheimers, Blochs und all
der anderen bekannten Größen der kritischen Theorie zu den wenigen, die
schwierige Sachverhalte anschaulich und einfach, fast spielerisch
erklären, ohne dabei simplen Erklärungen aufzusitzen.
255 Seiten, Westfälisches Dampfboot 2004
Über den Autor:
John Holloway, geb. 1947 in Dublin, lehrt seit 1993 als Professor für
Politikwissenschaft am Instituto de Ciencias Sociales y Humanidades der
Universidad Autónoma de Puebla in Mexiko. Er hat viel über Fragen der
marxistischen Theorie veröffentlicht, u.a. in der PROKLA, und - in
letzter Zeit - über die zapatistische Bewegung. Zuletzt erschienen:
(zusammen mit Eloína Peláez) Zapatista! Reinventing Revolution in
Mexico.
|