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Interviews mit Laura Castellanos
Aus dem Spanischen übersetzt von Horst Rosenberger
160 Seiten broschiert, mit 10 s/w-Fotos von Ricardo Trabulsi,
Edition Nautilus 2009
Inhalt
Was
passiert in Chiapas, in den Gebieten, die zwar vom Militär umstellt,
nicht aber besiegt wurden, bei den Menschen, die die »erste Revolution
des 21. Jahrhunderts« initiiert haben? Im Gespräch mit der Journalistin
Laura Castellanos analysiert Marcos, was die zapatistische Bewegung
seit ihrem Anfang, dem Aufstand vom 1. Januar 1994, gewonnen und was
sie verloren hat. Er skizziert die Konflikte, die über die Zukunft
entscheiden werden – nicht nur über die der zapatistischen
Gemeinschaften, sondern auch über die Zukunft seiner Person und seiner
Rolle als »Sub«. Marcos erklärt seine Position zu wichtigen Themen, wie
z.B. der Beziehung zu anderen bewaffneten Organisationen, er spricht
über Fidel Castro, Hugo Chávez, Evo Morales u.a. und verortet die
Bewegung in Chiapas innerhalb der kontinentalen Politik Lateinamerikas.
Marcos lässt die Geschichte Revue passieren und antwortet auf die
Kritik, die ihm entgegengebracht wurde. Er schildert die Perspektiven
der Bewegung und prangert das massive Anwachsen der militärischen
Bedrohung an.
Eine aktuelle Bestandsaufnahme aus der mexikanischen Krisenregion.
Laura Castellanos
Laura
Castellanos ist die Autorin des Buches México Armado 1943–1981, Chronik
der Guerillabewegungen, die in den 1960er und 1970er Jahren in Mexiko
aktiv waren. Ihre journalistische Arbeit beschäftigt sich mit den
Themen Indígenas, Frauen, Migration und Guerilla in Mexiko.
Ricardo Trabulsi
hat nahezu alle wichtigen Persönlichkeiten aus der Welt des
Show-Geschäfts im spanischsprachigen Raum fotografiert, u.a. für
Gatopardo, Elle, Vogue, Hola (Spanien) und Internazionale (Italien).
Subcomandante Insurgente
Marcos,
inoffizieller Sprecher des Geheimen Revolutionären Indígenen Komitees –
Generalkommandantur des Ejército Zapatista de Liberación Nacional.
Weiteres nicht bekannt.
Pressestimmen
»Subcomandante
Marcos hat in diesen Pamphleten auf eine derartig poetische, komische,
polemische, sämtliche Stilmittel bedienende Weise revolutionäre Poesie
geschrieben, dass man sagen muss, das kommt in einer so hohen
gedanklichen Kompression, mit einem solchen Engagement nicht mehr
leicht vor – ich würde sogar sagen, diese Literatur scheint
auszusterben.«
Roger Willemsen über »Botschaften aus dem lakandonischen Urwald«
Leseprobe
»Ich werde nie mehr einen Aufstand mit einer Sturmmütze machen.«
Subcomandane Marcos
»Wir
verstehen schon, dass wir für einige Medien nur dann Nachrichtenwert
besitzen, wenn wir töten oder getötet werden, wir ziehen es jedoch
vorläufig vor, ihnen keine Nachrichten zu liefern und setzen lieber
unsere Bemühungen fort, die zivile, unbewaffnete politische Kraft
aufzubauen, die zur Zeit noch die Andere Kampagne heißt. Gleichzeitig
bereiten wir uns darauf vor, der Wiederaufnahme der Angriffe auf uns
Widerstand zu leisten, unabhängig davon, ob diese von Armee, Polizei
oder Paramilitärs ausgehen und ob wir dabei nur auf unsere eigene Kraft
bauen können. Wer wie wir einen Krieg geführt hat, kann die Wege
erkennen, auf denen er vorbereitet wird und auf denen er sich nähert.
Die Zeichen des Kriegs sind deutlich am Horizont zu sehen. Krieg
strömt, wie Angst, einen besonderen Geruch aus. In unseren Gebieten
wird sein übler Geruch schon eingeatmet …« Subcomandante Marcos
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